(Kein) Geld zu verschenken

Von Rip-Dealern, Vorkostenabzocker und sträflich leichtgläubigen Unternehmern

Thomas Wagner von UNISTER wurde Opfer von Rip-Dealern..

Foto: UNISTER

Berlin, 30.08.2016 - Seit Jahren verfolge ich sogenannte Rip-Dealer und Vorkostenabzocker, die Kapital suchende Unternehmer betrügen und abzocken. Ich dokumentiere die Sachverhakte und die Täter. Die Fälle stammen aus ganz Deutschland. Die Spuren führen in viele europäische Länder wie beispielsweise Belgien, Niederlande, Norwegen, Schweiz, Italien, Türkei, Ungarn, Österreich, Griechenland, Spanien, Zypern oder Malta, aber auch in die Emirate, nach Thailand, Hongkong und Makao, die USA, Paraguay, Argentinien oder Brasilien. Diese Art von Betrug ist keineswegs nur auf Italien beschränkt, wo solche Täter sitzen und wohin Opfer gelockt werden, wie es in einigen Medien in Zusammenhang mit dem Tod des UNISTER Gründers Thomas Wagner behauptet wurde. Sie wissen schon: UNISTER ist ab-in-den-Urlaub.de oder flüge.de. Überall begegneten und fanden wir Kriminelle, die es auf gutgläubige Unternehmer abgesehen hatten und diese um ihr Geld bringen wollten und gebracht haben. Inzwischen verfüge ich über eine Datenbank mit hunderten von Fällen und mehr als tausend Namen von Tätern. Teilweise verbirgt sich hinter verschiedenen Namen immer dieselbe Person, die unter immer neuen Identitäten auftritt. Teilweise wurden in den von mir dokumentierten Fällen nur relativ kleine Beträge abgezockt, aber es ging auch in die Hunderttausende und die Millionen. Der Rekord lag bei umgerechnet etwa 50 Mio. Euro, die als Vorkosten bzw. „Eigenkapitalnachweis“ bezahlt wurden und in Südamerika verschwunden sind.

Was treibt einen Kriminellen zu diesen betrügerischen Geschäften? Natürlich seine kriminelle Energie. Und, das muss gesagt werden, die schon fast sträfliche Dummheit und Gutgläubigkeit seiner Opfer, die sich wie Lemminge in ihr eigenes Verderben stürzen. Mancher Unternehmer, der auf normalen Finanzierungswegen kein Geld für seine Firma mehr bekommt, fällt nur zu leicht auf angebliche Investoren herein, die verhältnismäßig blitzschnell und angeblich ohne Sicherheiten Darlehen oder Beteiligungskapital vergeben. Dabei müsste jeder und überhaupt ein Unternehmer eigentlich wissen, dass niemand Geld zu verschenken hat. Schon gar nicht an ein Unternehmen, das wirtschaftlich am Ende oder auch nur in einer Schieflage ist. Zumindest aber nicht, ohne dass der Investor das intensiv hätte prüfen lassen.

Wenn dennoch die Ansicht verbreitet ist, dass es irgendwo von irgendwem Geld zu verschenken gibt, dann wird von den Betrügern damit argumentiert und gerne geglaubt, dass Geldwäsche dabei im Spiel sei und der, der da investiert, froh sei, eine Anlagemöglichkeit zu finden. Wenn ein Unternehmer aber schon so weit ist, dass er bei einer Geldwäsche mit organisierten Kriminellen gemeinsame Sache machen würde, dann wird er selbst kriminell. Die Betrüger wissen aber genau diese Vorstellung zu schüren, damit es glaubhafter wirkt, dass ohne besondere Sicherheiten Finanzmittel bereitgestellt würden. Die Konstruktion, wie das gehen soll, sind oft durchaus sehr glaubhaft aufgesetzte Darlehens- und Beteiligungsverträge. Die aber das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen. Denn es geht einzig und allein darum, den Unternehmer zur Zahlung von Vorkosten zu veranlassen. Das wird dann als Tilgungsvorauszahlung, Eigenkapitalnachweis oder Vermittlungskosten deklariert. Oft sind das 10 Prozent des Darlehns oder Beteiligungskapitals, das angeblich vom Investor überwiesen oder in bar ausbezahlt werden soll.

Bei seriösen Investoren muss eine Firma, die ein Darlehen oder Beteiligungskapital haben will, keine Vorkosten entrichten. Natürlich, für einen Business Plan, um überhaupt Investoren sinnvoll ansprechen zu können. Aber schon nicht mehr für eine Due Dilligence Prüfung, mit der das Risiko der Finanzierung bewertet wird. Und schon gar nicht für die Bereitstellung des Kapitals selbst. Auch muss bei einem seriösen Geschäft nie das Eigenkapital irgendwo deponiert werden. Oder noch weniger in einen Koffer gepackt und irgendwohin transportiert werden. Der Chef von UNISTER wollte seine schwer kriselnde Firma mit einem Darlehen über 15 Mio. Euro retten. Dafür packte er 1,5 Mio. Euro in einen Koffer, flog nach Italien und wollte sein Geld gegen die Darlehenssumme tauschen. In bar. Wie schwachsinnig muss man sein, so ein Geschäft als seriös anzusehen. Oder wie verzweifelt? Nachdem er seinen Koffer mit echtem Geld aus der Hand gegeben hatte, erhielt er im Gegenzug auch einen Koffer – mit Falschgeld. Aber nehmen wir einmal an, es wäre echtes Geld gewesen. Wie hätte er denn erklärt, woher er das hat? Wie hätte er das auf ein Konto einzahlen können? Das hätte sofort die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. 15 Millionen in Scheinen sind nahezu wertlos. Außer ich verprasse das privat irgendwo, indem ich jeden Tag mit hundert Freunden Party mache und mir dicke Zigarren mit 500-Euro-Scheinen anzünde.

Sind Sie Unternehmer und dringend auf der Suche nach Geld? Dann habe ich einen ganz heißen Tipp für Sie. Schalten Sie nicht Ihr Gehirn und Ihren gesunden Menschenverstand ab und werfen nicht Ihr letztes Geld solchen Betrügern nach. Wenn Sie aber meinen, der Investor, den Sie da gefunden haben, sei seriös, obwohl er Vorkosten haben will, dann lassen Sie ihn checken, bevor Sie ihm Geld geben. Die Anfrage bei ERMITTLUNGSAKTE ist kostenlos, ob sein Name auf meiner Rip-Dealer-Liste steht. Ansonsten kann ich Ihnen mehrere gute Ermittler empfehlen, die Ihren Investor auf Herz und Nieren prüfen. Das Kind ist schon in den Brunnen gefallen und Ihr Geld ist weg? Dann beklagen Sie entweder Ihre Dummheit und leben mit dem Verlust, oder Sie beauftragen spezielle Ermittler, Ihr Geld zurückzuholen. Aber das kostet Sie wieder Geld, und wenn die Täter verschwunden sind, ist die Chance auf Erfolg nicht sehr groß. Es kann auch nicht schaden, wenn Sie bei der Polizei Strafanzeige erstatten. Oder müssten Sie dann vielleicht zugeben, dass Sie bereit gewesen wären, auch ein zweifelhaftes Geschäft mit noch zweifelhafteren Geschäftspartnern zu machen?

Manfred Patzer

vorgeblicher Unternehmensberater,

(zuletzt Bad Homburg)

Herr Patzer ist in einen Betrug und eine Geldwäsche von Drogen- und Terrorgeld in 3-stelliger Millionenhöhe verwickelt. Wer kann Auskunft über seine Aktivitäten geben? Wer kennt seinen derzeitigen Aufenthaltsort? Vor Patzer wird dringend gewarnt.

Alex Coris

zuletzt Managing Director

(zuletzt Hongkong)

Coris ist in einen Betrug und eine Geldwäsche von Drogen- und Terrorgeld in 3-stelliger Millionenhöhe verwickelt. Er war Managing Director der Tregenza Ltd. in Hongkong (vormals HSBC HK). Wer kann Auskunft über seine Aktivitäten geben? Wer kennt seinen derzeitigen Aufenthaltsort? Vor Coris wird dringend gewarnt.

Stefan Oppermann

Kaufmann

(Bremen)

Wer kann über das Geschäftsgebaren von Herrn Oppermann Auskunft geben? Wer hat Immobiliengeschäfte mit ihm getätigt? Wer kann über seine Aktivitäten in den USA Auskunft geben?

Doris Hoidn

Kauffrau, ehem. Rechtsanwaltsangestellte

(Augsburg)

Wer hat Erfahrung mit Frau Hoidn als Vermittlerin von Kapitalanlagen? Wer kennt sie aus der Zeit als Geschäftsführerin beim Bund der Selbständigen in Schwaben? Welche Aktivitäten entfaltete sie als "Schamanin"?

Personen, denen hier etwas bekannt gemacht wird, können sich auch über unser Kontaktformular melden oder eine Mail senden an: info@ermittlungsakte.de.

Wenn der Nachweis geführt werden kann, dass ein berechtigtes Interesse an einer Bekanntmachung auf ERMITTLUNGS-AKTE vorhanden ist und die Person, für die die Bekanntmachung bestimmt ist, tatsächlich unbekannten Aufenthalts ist oder Mitteilungen diese offenbar nicht erreichen, können Sie uns diese übermitteln an: info@ermittlungsakte.de. Registrierte Nutzer können diesen Service kostenlos nutzen. Ansonsten veröffentlichen wir die Bekanntmachung gegen eine Spende von 20 Euro an die Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer Weißer Ring e.V.:

Warnung vor Rip-Dealern

Vorsicht wenn Sie Personen treffen, die Ihnen Kapital ohne Sicherheiten und zu “Traumkonditionen” oder unter seltsamen Abwicklungsmodalitäten anbieten. Sie sollten einige Vorbereitungen treffen und das Nachfolgende beachten.

Unterschreiben Sie nichts, sondern lassen Sie alles erst von einem Rechtsanwalt prüfen. Leisten Sie keine Anzahlungen.

Machen Sie mit Ihrem Mobiltelefon Fotos oder eine Videoaufnahme von dieser/diesen Person/en und fertigen Sie zur Dokumentation unmittelbar danach ein Gesprächsprotokoll an. Solches Material kann zur Identifizierung dienen.

Eine laufende Dokumentation alles persönlich und telefonisch Besprochenen ist ein Muss und schützt Sie vor den nachher meist abenteuerlichen Gegenangriffen zur Rechtfertigung des geplatzten Geschäftes und damit verbundenen Forderungen.

Nehmen Sie immer einen Zeugen zu solchen Gesprächen mit. Scheuen Sie sich nicht, sich einen Ausweis zeigen zu lassen. Fotografieren Sie den auch wenn möglich. Selbst wenn er falsch sein sollte - was ich schon oft erlebt habe - ist das für die Behörden hilfreich.

Wenn Sie solches Dokumentationsmaterial zur Verfügung haben, lässt sich leichter feststellen, ob es sich um einen seriösen Kontakt handelt oder nicht. Außerdem können Sie sich überzeugender an die Ermittlungsbehörden wenden.

ERMITTLUNGSAKTE © 2013 / Hanns-Martin Hartenberg
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